FÜNF SONNTAGE SPÄTER
Hallo Reader,
als ich dir zuletzt geschrieben habe, war von Neuanfang und Coaching die Rede. Der Neuanfang ist geblieben. Nur hat er inzwischen eine andere Form gefunden: Seit fünf Sonntagen schreibe ich wieder. Kolumnen.
Manche Dinge beginnen nicht mit einem großen Plan. Sondern mit einem Sonntag.
Seitdem saßen wir an sizilianischen Tischen, zogen Plus-Minus-Listen für die Liebe, packten uns beinahe selbst in Geschenkpapier und fragten uns, was eine Beziehung eigentlich zusammenhält, wenn beide längst wissen, wie leicht man gehen könnte.
Die Antworten sind dadurch nicht eindeutiger geworden.
Aber die Fragen besser.
Und ehrlich gesagt halte ich das für einen Fortschritt.
Hier sind die ersten fünf Kolumnen – für einen ruhigen Kaffee, einen späten Abend oder einen dieser Momente dazwischen, in denen man plötzlich mehr versteht, als man eigentlich vorhatte:
Ein langer Tisch, halbvolle Gläser und das Gefühl,
dass hier gerade etwas Schönes passiert ist.
Eine Kolumne über das Glück, das sich nicht ankündigt. Es setzt sich einfach dazu – vorausgesetzt, wir warten nicht schon wieder auf den nächsten Moment.

DIE ZWEI LEEREN STÜHLE
Ein Paar auf Sizilien, zwei freie Plätze und eine Geste, die den ganzen Abend größer machte.
Über die Kunst, noch Platz für andere zu haben, obwohl man einander längst gefunden hat. Und darüber, warum Nähe nicht kleiner wird, wenn wir unsere Kreise öffnen.
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WENN DAS HERZ NICHT RECHNEN KANN
Das Herz ist miserabel in Tabellen. Zum Glück.
Über Plus-Minus-Listen, rote Flaggen und den Mut zu erkennen, wann Vorsicht uns schützt – und wann sie nur verhindert, dass wir leben.
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WAS MAN ZU GEBEN BEREIT IST
Liebe bedeutet zu geben. Aber nicht, sich selbst elegant aus dem Raum zu entfernen.
Über Nähe, Selbstaufgabe und die Frage, ob man selbst noch da ist, bevor man sich verschenkt.
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NIE ZUR SELBEN ZEIT
Was hält eine Liebe vierzig Jahre lang zusammen?
Nicht unbedingt, dass beide nie aufgeben wollen. Sondern dass sie es nie zur selben Zeit tun. Eine Kolumne über zwei Menschen, die sich im Halten abwechseln.
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Die Frage, die bleibt:
Auf welchen nächsten Moment wartest du gerade – obwohl der jetzige längst etwas Schönes für dich bereithält?
Du kannst mir darauf direkt antworten. Manchmal beginnt ein guter Gedanke schließlich nicht mit einer Antwort, sondern damit, dass jemand die richtige Frage stellt.
Am Sonntag geht es weiter. Eine Lösung fürs Leben habe ich nicht.
Aber eine neue Frage.
Bis Sonntag,
Deine
Charlotta